KUNST AM BAU

1.Preis im eingeladenen Kunstwettbewerb für das Sportzentrum und Institut für Sportwissenschaft in Erlangen 2004/2005

 

 

Standort: Aussenwand

Meine Überlegungen in der Entwurfsphase richteten sich u.a. auf Materialien, die im Sport verwendet werden. Hier kam mir besonders das Netz in den Sinn, das in vielen Sportarten (Fußball, Volleyball, Basketball, Tennis, Badminton u.v.a.) in unterschiedlichen Größen, Maschenabständen etc . verwendet wird. Gleichzeitig steht es im übertragenen Sinne für Netzwerke, die auch im Sport, im Sponsoring und im Sportbusiness von großer Bedeutung sind.

Ideenfindung

Da ich eine Außenwand gestalte, sind die im Sport verwendeten Netze aufgrund der dauernden Witterungseinflüsse nicht geeignet., so dass ich mich entschlossen habe, das Netz in der Geflechtsstruktur eines verzinkten Gitters zu verwenden. Dies nimmt in seiner Funktionalität auch auf das Bauwerk bezug, da Baustahl heute bei der Errichtung von Betonbauteilen überall verwendet wird und die Wand des Altbaus mit Betonplatten behängt ist. . In seiner Materialität – Zink- beziehe ich mich wiederum auf den Neubau und die Verbindung zwischen Alt – und Neubau in Form der Treppe und des Balkons, die wiederum verzinkt sind.

Gleichzeitig ermöglicht mir der Maschendrahtabstand eine gewisse Abstraktion der Figuren, die durch die unterschiedliche Distanz zum Mauerwerk und die Strukturüberlagerungen noch erhöht werden.

Auf die bauliche Ausprägung gehe ich ein, indem ich den Rhythmus der Fassadenflächen weiterspiele. Hierbei wird das Maß der vorhandenen Betonplatten aufgenommen und teils vertikal und horizontal versetzt , jedoch die strenge bauliche Vorgabe eingehalten.

Raumwirkung

Die schon in den Figuren dargestellte Bewegung wird verstärkt durch das Übereinanderlappen einzelner Raster .Der bewusst eingesetzte, unterschiedliche Abstand zur Betonfläche führt zu Schattenbildung, so dass die Figuren je nach Tageszeit und bei jeder winzigen meteorologischen Veränderung ihre visuelle Erscheinung wechseln, d.h. anders laufen- springen- werfen, somit Vitalität und Veränderung und Dynamik beinhalten.

Die Figuren bewegen sich teils innerhalb der Farbflächen, teils gehen sie darüber hinaus, sowie ja auch im Sport der Wechsel zwischen den Elementen stattfindet, z. b. von der Luft ins Wasser.

Diejenigen Figuren, die vor der grauen Betonwand stehen, heben sich bei Sonne stärker ab, bei bewölktem Himmel sind die Figuren vor farblich gestalteten Elementen deutlicher zu erkennen.